Friedenskirche Landau

Chronik in Stichworten
 
1862
der erste evangelische Gottesdienst in Landau
(Überlassung eines Betsaales durch den Magistrat)
 
1889
am 5. Mai der erste öffentliche Gottesdienst mit anschließender
Gründung des Evangelischen Vereins
durch Pfarrvikar Friedrich Ringler in Straubing
 
1893
am 28. September anerkannter Verein nach Vereinsgesetz von 1862
 
1894
am 29. Juni Einweihung des Bethauses; Vorfinanzierung durch
das Ehepaar Bauer (Baumeister)
 
1900
Lösung der Abhängigkeit von Straubing, geistliche Versorgung
durch Deggendorf; mit Inkrafttreten des BGB am 1. 1. 1900 wurde der
Verein erster eingetragener Verein von Landau
 
1902
Pfarrvikar Martin Joch, der spätere bekannte erste Pfarrer
an der St. Matthäuskirche in München, führte den Verein
elf Jahre (1891-1902)
 
1914
Landau kommt zum Vikariat Plattling
1929
Landau wird Tochterkirchengemeinde
 
1933
Landau wird exponiertes Vikariat
 
1936
Errichtung des Vikarhauses - Bausteineaktion
 
1941
Vikar Heinz Götz wird zum Kriegsdiest einberufen;
während der Kriegszeit verschiedene Vertretungen
 
1945 und später
Flüchtlinge und Vertriebene lassen die Zahl der Evangelischen - einschließlich
Dingolfing - von 805 auf etwa 8500 (!) anwachsen. Den Dienst verrichten
Pfarrer Zimmermann, Pfarrer Hoffmann, Vikarin Storek, Pfarrer Missol;
Lektor Zahn regelt den Religionsunterricht, neben seiner Tätigkeit als Lehrer,
im ganzen Kreis Dingolfing, Simbach, Arnstorf, Reisbach, Eichendorf, Wallersdorf,
Pilsting und Großköllnbach.
Ab 1945 wird vom Katholischen Pfarramt die Spitalkirche der Evangelischen
Gemeinde zur Verfügung gestellt.
 
1946
Pfarrer Hell in Landau
 
1948
Landau wird Pfarrei, Dingolfing exponiertes Vikariat
 
1949
Landau scheidet aus dem Verband des Kirchenbezirks Regensburg aus,
Landshut wird Dekanat (Dekan Kraus); Pfarrer Hell wird Senior
 
1949
Am 18. Mai besuchen Landesbischof D. Meiser und Kreisdekan Oberkirchenrat
Daumiller die Pfarrei Landau. Die Verbindung zu Dingolfing wird
allmählich gelöst.
 
1950
Errichtung der Evangelischen Schule in Simbach
 
1952
Am 25. April wird in einer Gemeindeversammlung im Krieger-Saal der
Evangelische Verein wieder ins Leben gerufen. Zum 1. August wird der
Neubau der eigenen Kirche begonnen, am 14. September findet die
Feier der Grundsteinlegung statt.
 
1953
Am 24. Mai wird die Friedenskirche durch den Kreisdekan
Oberkirchenrat Koller aus Regensburg eingeweiht und
Vikar Strecker ordiniert.
 
1954
Zum 1. Januar wird die Amtsaushilfestelle in Landau in ein Stadtvikariat
umgewandelt. Im September wird in Arnstorf ein Gemeindehaus mit
Pfarrwohnung gekauft und am 5. Dezember durch Senior Hell eingeweiht.
 
1955
zum 1. Januar wird Senior Hell nach Tegernsee versetzt.
Pfarrer Dieter Strecker verabschiedet den wieder nach München
berufenen Vikar Winkler. Stadtpfarrer Strecker referiert über
die Probleme der Mischehe.
 
1956
Vikar Eugen Richter wird am 11.5. 1956 ordiniert. Landesbischof
Dietzfelbinger besucht die evangelische Pfarrei Landau und die
Gläubigen im Lager Ganacker.
 
1958
Im Lager Ganacker wird ein Kindergarten eröffnet.
Mit der gewaltigen Schar von 350 Teilnehmern fährt der Evangelische
Verein mit fünf Omnibussen zum Wolfgangssee.
 
1959
Die neuen Glocken der Friedenskirche werden von Pfarrer Strecker geweiht.
Die große Glocke stiftet der Verein. Der Evangelische Verein ist
70 Jahre alt und zählt über 300 Mitglieder.
Vikar Ulrich kommt nach Landau.
 
1960
Grundsteinlegung der neuen Kirche in Simbach am 8. Mai. Oberkirchenrat Koller
nimmt die Einweihung der Kreuzkirche am 23.10.1960 in Simbach vor.
Vikar Wagner öffnet feierlich die Kirchenpforte des zweiten eigenen Gotteshauses
in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Landau.
 
1961
Einbau einer Heizung in der Friedenskirche
 
1963
Pfarrer Strecker scheidet von Landau; große Aufgaben erwarten ihn in Landshut.
Für den Neubau der evangelischen Kirche in Wallersdorf hat er noch die Grundstücks-
verhandlungen abgeschlossen. Vikar Manz betreut die vakante Pfarrstelle.
Pfarrer i. R. Edmund Strecker (Vater von Pfr. Dieter Strecker) wird in
Landshut beerdigt.
 
1964
Amtseinführung von Pfarrer Dieter Koller. Im Beisein seines Vaters, OKR Koller,
nimmt Kirchenrat Krauß aus Landshut die Installierung am 23. Februar vor.
Am 11.10.1964 wird die zweite Glocke der Kreuzkirche in Simbach geweiht.
Die Weihe vollzieht Oberkirchenrat Schwinn unter Assistenz von Vikar
Baumgärtel und Vikar Manz. Vikar Manz verläßt Landau nach 3-jähriger
Tätigkeit; er hat sich besonders um die Sammlung der Wallersdorfer
Kirchenbaugemeinde verdient gemacht.
 
1965
Am 1. März tritt Vikar Hartmut Preß seine Vikarstelle an.
Pfarrer Koller leitet eine Reihe von Bibelseminaren ein.
 
1966
Bestes Einvernehmen beider christlicher Konfessionen.
Fruchtbare Zusammenarbeit der Jugendgruppen.
 
1967
Die Pfarrkonferenz des Dekanats Landshut beschließt die Station Jalibu im
Bergland Neuguineas als Patenstation zu übernehmen.
Am 1. August wird Pfarrer Klaus Baumgärtel nach 4-jährigem Wirken im Vikariat
Arnstorf-Simbach nach Lummersdorf in Oberfranken versetzt.
Am 15. 9. wird Walter Becker, der erste Vorsitzende des Evangelischen Vereins, zu Grabe getragen.
Einweihung des Evangelischen Gemeindehauses in Arnstorf - ein modernes Gemeindezentrum
für 800 evangelische Gläubige. Schlüsselübergabe an den neuen Vikar Karl Künstner.
 
1968
Am 14. Januar feiern die evangelischen Christen von Wallersdorf ihren ersten Gottesdienst im Haus der Gemeinde.
Kreisdekan OKR Bürckstümmer weiht das neue Gotteshaus ein. Übergabe der Schlüssel an Vikar Preß.
Das Vikariat Arnstorf will selbständig werden. Am 4. März stellt die Kirchengemeinde Landau dazu einen Antrag
an die Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern, die in Ansbach tagt.
Kirchenratspräsident i. R. Pastor Martin Niemöller spricht zum Thema "Was geht uns Vietnam an?"
Im Oktober feierliche Weihe der Orgel in der Christuskirche durch Stadtpfarr er Dieter Koller. Landrat
Dr. Winklhofer betont, der Kreistag habe durch einstimmigen Beschluß diese Orgel der evangelischen
Gemeinde in Wallersdorf zum Geschenk gemacht.
 
1969
Eine ökumenische Gebetswoche, an der sich Gläubige verschiedener Bekenntnisse beteiligen, findet in
Landau in der Woche vor Pfingsten statt.
Die evanglelische Gemeinde in Arnstorf ist selbständig geworden und trägt nunmehr die Bezeichnung
exponiertes Vikariat Arnstorf.
Vikar Hartmut Preß verläßt Landau und übernimmt am 1. Dezember als Pfarrer die Gemeinde
Burghaslach im Steigerwald.
 
1970
Der 29 Jahre alte Vikar Wilfried Stepp ist in die Kreisstadt Landau versetzt worden.
Der Frauenarbeitskreis konstituiert sich. Erste Vorsitzende wurde Lucia Koller.
In Landau wird der Verein "Lebenshilfe e. V. " gegründet.
Großes Frühlingsfest in Adldorf: Der Kinderzirkus wird vom Fernsehen für die Sendung
"Vergißmeinnicht" gefilmt.
Ökumenische Öffentlichkeitswoche als Experiment vom 3. bis 10. Juni 1970.
Oberkirchenrat Bürckstümmer und Dekan Borger kommen zu einer zweitägigen Visitation.
Umfassende Außenrenovierung der Friedenskirche im Oktober. Der Evangelische Verein
machte sich bei der Generalversammlung Gedanken über die moderne Kirche
mit einer Podiumsdiskussion unter Teilnahme von Dekan Borger aus Landshut,
Kaplan Hausner, Pfarrer Koller und Vikar Stepp.
In Pilsting wird ein kleiner Raum für gottesdienstliche Zwecke hergestellt
und gestaltet.
 
1971
Pfarrer Koller verläßt zum 1. März Landau und geht nach Schloss Craheim.
Katholiken, Lutherianer und Baptisten bilden hier eine Gemeinschaft.
31. Mai: Verabschiedung unseres Mesnerehepaares Karl und Emma Dumke
in den verdienten Ruhestand. Seit 1955 leisten sie ihre Arbeit und waren
eine große Stütze der Evangelischen Gemeinde.
Beim ökumenischen Gottesdienst in der katholischen Stadtpfarrkirche konnten
die Gläubigen beider Konfessionen gemeinsam zur Kommunion bzw. zum
Abendmahl gehen. Die Vakanz der Pfarrstelle von fast acht Monaten musste
Vikar Stepp überbrücken. Pfarrer zu Castell und Pfarrer Gabriel, die künftigen
Stadtpfarrer von Landau stellen sich gemeinsam den Landauer Christen vor.
Am 24. Oktober wird Rupert Graf zu Castell von Dekan Borger in sein Amt eingeführt,
die katholische Geistlichkeit nimmt an der Feier teil.
 
1972
Vikar Stepp wird ordiniert. Perlen barocker Musik in der Friedenskirche,
am Cello Pfarrer Graf zu Castell. Einer der angesehensten evangelischen
Kichenchöre der Regensburger Kantorei bot geistliche Adventsmusik.
Der Mietvertrag für eine alte Säge mit Wohnhaus in Muschenried, die der
Evangelischen Gemeinde als Freizeitheim dient, konnte verlängert werden.
 
1973
Der Evangelische Verein bewirtet über 100 Kinder bei der Weihnachtsfeier im Parksaal.
Vikar Stepp leitet Diskussion über § 218 mit Müttern und Politikern in der Friedenskirche.
Im Rahmen eines Gemeindetages wird die Einweihung der Friedenskirche vor
zwanzig Jahren gefeiert. Vikar Stepp verläßt Landau und wird Pfarrer in
Altdorf bei Nürnberg. Lukas Keul neuer Vikar in Landau (am 2. 10. 1973)
 
1974
Katholischer Frauenbund und Evangelischer Frauenkreis kochten beim Fastenesse n
für ein Kinderheim in Bethlehem.
Das Evangelische Pfarramt und die Volkshochschule veranstalteten ein Festkonzert
als Beitrag zur 750-Jahrfeier der Stadt Landau in der Friedenskirche. Der Kirchenchor
St. Martin Deggendorf und das Streichquartett der Bamberger Symphoniker boten
einen musikalischen Abend von höchster Qualität.
 
1975
Der Evangelische Verein beschließt am 15.10.1975 ein Haus in Muschenrie d zu kaufen.
Es wird als Freizeitheim den evangelischen Gemeinden im Dekanat Landshut und
darüberhinaus zur Verfügung gestellt.
 
1976
Einweihung des Freizeitheimes in Muschenried. Mit dem Namen "Emmi-Klein-Haus"
wurde das Heim für jung und alt getauft.
In der Friedenskirche singt der norwegische Knabenchor der evangelischen Domkirche
von Tromsö bei seiner Tournee durch die BRD.
Die Bamberger Symphoniker mit Mozart-Abend in der Friedenskirche.
 
1977
Frauen für eine "ökumenische" Sozialstation. Bezirkscaritasverband Isar-Vils als
Träger der Sozialstation gegründet. Eine ökumenische Zusammenarbeit mit dem
Sozialdienst der evangelischen Diakonie wird angestrebt. Auf Antrag erhält der
Evangelische Verein für das Freizeitheim in Muschenried von der Stadt Landau einen
einmaligen Zuschuß in Höhe von 4.000,- DM.
29.11.1977: Keine ökumenische Sozialstation möglich. Diözesan caritasverband Passau
lehnt eine entsprechende Arbeitsgemeinschaft ab.
 
1978
Evangelischer Gemeindetag in Muschenried mit Dingolfinger Posaunenchor am 16. Juli.
Frau Emma Klein, Katechetin, Leiterin des evangelischen Frauenkreises und Gönnerin
des Vereins ist am 27.10. verstorben und wird am 31.10. in Landau beerdigt.
 
1979
Der Caritasverband Isar-Vils e. V. und das Evangelisch-Lutherische Pfarramt in Landau
veranstalten in ihrer Arbeitsgemeinschaft-Sozialstation einen Kurzkurs für Haus- und Familienpflege.
Der neue Dekan Loewenich stellt sich der Gemeinde beim Gottesdienst vor.
Vom Reinerlös des Faschingsmarktes erhält der Evangelische Verein 40 % für sein Haus
in Muschenried.
Verabschiedung von Pfarrer Graf zu Castell. Er wirkt künftig als Militärpfarrer in München.
Großer Dekanatsgemeindetag in Landshut: 16 Kirchengemeinden feiern am 1. Juli das
30-jährige Bestehen ihres Dekanatsbezirks.
Einführung des neuen Stadtpfarrers Günther Lohrey am 7.10. 1979 durch Dekan
Reinhard von Loewenich aus Landshut.
 
1980
Das Pfarramt wird renoviert. Die Pfarrfamilie wohnt vorübergehend im Gemeindehaus.
Pastor Heinrich Albertz aus Berlin spricht bei der Pfarrkonferenz der Evangelisch-
Lutherischen Dekanate Landshut und Passau in Landau. Karl Dumke, langjä hriger
Mesner an der Friedenskirche verstirbt am 2. Juli 1980.
 
1981
Rachel Koller berichtet über ihre Erlebnisse in Chile. Planung für ein neues Gemeindehaus,
das alte Bethaus muss weichen.
 
1982
Baubeginn des Gemeindehauses am 6. Juli. Das Landratsamt Regen verlangt für das Haus
Muschenried Nutzungsänderungsplan für Freizeitheim.
Auflagen: Abwasseranlagen, Quellwasserfassung, rechtliche Sicherung der Zufahrt,
Schaffung sämtlicher Sicherheitsvorkehrungen.
Lotte Heepke diente dem Verein 30 Jahre als Schriftführerin und wird nach Pfarrer
Strecker zum 2. Ehrenmitglied ernannt.
 
1983
Jugendkreuzweg in der Friedenskirche beider Konfessionen. Sommerfest beim
Kirchenvorstandsmitglied Fr. Schoreisz in Einsiedl.
7. 11. Einweihung des Jugend- und Gemeindehauses durch Dekan von Loewenich.
Architekt Sommer, zugleich Vertrauensmann, überreicht den Schlüsse l an Pfarrer Lohrey.
Das Landratsamt Regen erteilt Baugenehmigung für die Kläranlage des Freizeitheimes
Muschenried.
Der Evangelische Verein trauert über den Tod seiner langjährigen Schriftführerin
Martha Schröter (22.12.1983).
 
1984
Durchführung der Baumaßnahmen mit Isolierung der Grundmauern des Freizeitheims.
Der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes und Lektor Dieter Sommer ist am 19. 6. verstorben.
 
1985
Sanierung von Dachstuhl und Heizung durch freiwillige Helfer in Muschenried.
Sommerfest auf dem Rohrhof bei Mettenhausen mit Taufe.
 
1986
Die Satzung des Evangelischen Vereins von 1952 muß überarbeitet werden, um
"gemeinnützig" zu sein, sonst droht Nachzahlung von Körperschaftss teuer ab 1977.
 
1987
Außerordentliche Generalversammlung des Evangelischen Vereins verabschiedet
neue Satzung. Erste Synode des Evangelisch-Lutherischen Dekanates Landshut
in Landau.
 
1988
Polnischer Kirchenchor in der Friedenskirche. Erich Zschumpelt, Buchdruckermeister
und engagiertes Mitglied der Evangelischen Gemeinde in Wallersdorf ist
72-jährig am 23. Juli verstorben.
Erste Stufe der Neugestaltung des Kirchenvorplatzes: Garage und Treppe werden
abgerissen; Treppe und Vorplatz sollen zur Kirche harmonisch abgestimmt werden.
Die Kosten für drei große Bäume übernimmt der Evangelische Verein.